Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: APC-Resistenz

Unter APC-Resistenz versteht man eine vererbbare (angeborene) erhöhte Blutgerinnungsneigung (Resistenz gegen aktiviertes Protein C).

Die APC-Resistenz ist in Europa die häufigste genetisch determinierte Gerinnungsstörung. 7% der Normalbevölkerung haben eine Resistenz gegen aktiviertes Protein C. Das Risiko, eine Venenthrombose zu erleiden, ist bei diesen Menschen 10fach erhöht.

Es gibt noch weitere angeborene Gerinnungsstörungen (Thrombophilie).

Wenn eine Thromose auftritt, sollte bei jüngeren Menschen und bei familiärer Belastung (z. B. frühere Venenthrombose bei den Eltern) eine Laboruntersuchung zur Erfassung angeborener Gerinnungsstörungen erfolgen (Thrombophilie-Diagnostik). Patienten mit stattgehabter Thrombose und vorhandener APC-Resistenz müssen evtl. langfistig eine Antikoagulation durchführen, d.h. ein Mittel zur Blutverdünnung einnehmen (z.B. Marcumar©). Ferner sollten diese Patienten/innen weitere Risikofaktoren für das Erleiden einer Thrombose meiden, z.B. Nikotinabusus oder Ovulationshemmer (“Pille”).

Bei gesunden Menschen, die keine Thrombose erlitten haben, ist eine routinemäßige Laboruntersuchung auf Thrombophilie nicht angezeigt.

Klinische Häufigkeit: *** häufig

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