Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Sudeck-Dystrophie

Unter Sudeck-Dystrophie (= Sudeck-Syndrom) versteht man ein komplexes regionales Schmerzsyndrom, benannt nach dem Hamburger Chirurgen Sudeck (1866–1945).

Es handelt sich um eine schmerzhafte Funktionsstörung mit Gewebszerstörungen, die nach Extremitätenverletzung auftreten kann. Am häufigsten betroffen ist der Unterarm, wenn nach einem Speichenbruch (Radiusfraktur) mehrfache Repositionsversuche erforderlich sind.

Die Ursache ist letztendlich ungeklärt, man vermutet eine Fehlregulation der Nerven und kleinen Blutgefäße im Verletzungsbereich.

Die Therapie ist schwierig und oft unbefriedigend. Eine Heilung der Sudeck-Dystrophie ist nur im Frühstadium möglich. Im ungünstigsten Fall resultiert eine weitgehende Einsteifung mit Funktionsverlust.

Klinische Häufigkeit: * sehr selten

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