Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Ruheschmerz

Der Begriff Ruheschmerz bezieht sich auf die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) der Beine und entspricht dem Stadium 3 nach Fontaine.

Durchblutungsstörungen führen zu quälenden Schmerzen. Das am häufigsten betroffene Organ ist das Bein.

Gelangt wegen einer Gefäßverengung oder eines Gefäßverschlusses zu wenig Blut ins Bein, so kommt es zunächst zu Belastungsschmerzen (Claudicatio). Die Muskulatur braucht bei Arbeit mehr Blut als im Ruhezustand. Schreitet der Gefäßprozess fort, reicht die Blutversorgung auch in Ruhe nicht mehr aus. Es kommt zu starken Schmerzen auch ohne Belastung, dem sogenannten Ruheschmerz.

Dieses ist bereits ein sehr kritischer Zustand für die Extremität. Typisch für Ruheschmerzen ist das Herabhängenlassen des Beines beim Liegen, da durch die Schwerkraft mehr Blut hineingelangt, somit der Schmerz evtl. etwas nachlässt.

Beim Eintritt von Ruheschmerzen ist dringende ärztliche Behandlung angezeigt.

Klinische Häufigkeit: **** sehr häufig

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