Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: PTFE

PTFE ist die Abkürzung für die chemische Substanz Polytetrafluorethylen. PTFE ist ein Material, aus dem künstliche Blutaderrn (Gefäßprothesen) hergestellt werden. Es ähnelt dem Teflon.

Es gibt unterschiedliche Kunststoffe, die für Gefäßprothesen verwendet werden. Dacron ist das historisch älteste Material, welches sich seit Jahrzehnten in der Gefäßchirurgie bewährt hat. PTFE ist ein weiteres bedeutendes Kunststoffmaterial zur Herstellung von Gefäßprothesen (vertrieben z. B. von der Firma Gore unter dem Produktnamen Goretex©).

PTFE-Prothesen werden bevorzugt zum Ersatz von Arterien unterhalb des Leistenbandes eingesetzt, wenn köpereigenes Venematerial (V. saphena) nicht zur Verfügung steht. Auch für die Bildung eines Dialyseshunts hat das Material PTFE große Bedeutung (Gore-Loop).

Gefäßprothesen werden vom menschlichen Körper gut vertragen, Abstoßungsreaktionen oder Allergien kommen praktisch nicht vor. Das Material ist biegsam und passt sich den Körperbewegungen an.

Wenn eine Gefäßprothese implantiert wurde, ist damit nicht grundsätzlich eine dauerhafte Medikation oder eine Einschränkung im täglichen Leben verbunden. Im Einzellfall kann jedoch eine Antikoagulation indiziert sein.

Klinische Häufigkeit: **** sehr häufig

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