Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: PRIND

Die Abkürzung PRIND bedeutet “prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit”.

Darunter versteht man die Vorstufe zu einem Schlaganfall. Ursache sind Verschlüsse kleiner Arterien im Gehirn durch Embolie oder Thrombose, die sich spontan auflösen oder durch einen Umgehungskreislauf (Kollateralen) kompensiert werden.

Definitionsgemäß bleiben die neurologischen Ausfälle (z.B. Lähmungen, Sprachstörungen) beim PRIND länger als 24 Stunden bestehen. Sie sind aber voll reversibel, bilden sich also komplett zurück, was 2 bis 3 Wochen dauern kann.

Bestehen die neurologischen Ausfälle kürzer als 24 Stunden, spricht man von einer TIA. Bilden sich die neurologischen Ausfälle innerhalb von 4 Wochen nicht zurück, handelt es sich um einen Schlaganfall.

Immer sollten bei einer TIA, einem PRIND oder einem Schlaganfall die Halsschlagadern mit Ultraschall (Doppler oder Duplex) untersucht werden, weil sich Ablagerungen in der Halsschlagader (A. carotis) lösen können und durch Embolie zur Verstopfung von Arterien im Gehirn führen können.

Klinische Häufigkeit: *** häufig

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