Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Oszillographie

Die Oszillographie ist eine nichtinvasive Methode zur Messung der arteriellen Durchblutungssituation an den Beinen (AVK). Die fertige Messkurve nennt man Oszillogramm.

Luftgefüllte Manschetten, die zirkulär um die Beine des Patienten gelegt werden, messen die Veränderung des Beinumfanges durch den arteriellen Puls im Bein. Die Qualität der Pulsschläge wird graphisch durch Zeigerausschläge (Amplituden) registriert. Die Abbildung rechts zeigt einen Normalbefund mit seitengleichen Ausschlägen für das rechte Bein (obere Kurve) und das linke Bein (untere Kurve).

Im Gegensatz zu den teuren CT- oder MRT-Untersuchungen (jeweils mehere Hundert Euro), die nur statische Bilder liefern, bietet die Oszillographie (unter 10 Euro) eine Aussage über die funktionelle Durchblutungssituation in Beinen oder Armen..

Die KV (Kassenärztliche Vereinigung) und die gesetzlichen Krankenkassen haben den Wert dieser einfachen und billigen Untersuchung bisher nicht anerkannt und bezahlen die Untersuchung durch Gefäßchirurgen nicht. Dennoch halten wir im Gefäßzentrum Bremen die Oszillographie für alle Patienten vor.

Klinische Häufigkeit: *** häufig

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