Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Leistenaneurysma

Das Leistenaneurysma ist eine Gefäßaussackung (= Aneurysma) einer Arterie im Leistenbereich. Die Leistenregion ist eine häufige Lokalisation für Aneurysmen.

In der Leiste kommen echte und falsche Aneurysmen vor. Letztere sind meistens Anastomosenaneurysmen, also ausgeleierte Nahtstellen nach früheren Gefäßoperationen.

In Aneurysmen bilden sich Blutgerinnsel, die an der inneren Wand der Gefäßaussackung anhaften. Sie können sich aber auch lösen und mit dem Blutstrom fortschwemmen. Diesen Vorgang nennt man Embolie.

Die Problematik bei den Aneurysmen in der Leiste liegt darin, dass sich Blutgerinnsel lösen, in die Arterien des Beines schwemmen und diese verstopfen. Dadurch kann es zum Beinverlust kommen (Amputation).

Leistenaneurysmen sollten deshalb operativ korrigiert werden. Ähnliche Überlegungen gelten für das Popliteaaneurysma.

Die Gefahr des Platzens (Aneurysmaruptur) ist beim Leistenaneurysma (im Gegensatz zum Aortenaneurysma) vergleichsweise gering.

Klinische Häufigkeit: *** häufig

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