Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Hypertonie

Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man, wenn der Druck in den Arterien zu hoch ist. Als noch normaler Höchstwert gilt ein Blutdruck (abgekürzt „RR“) von 140/80 mmHg. Nachts ist der Blutdruck typischerweise niedriger als am Tag. Der Mittelwert von Tag und Nacht sollte systolisch 135 mmHg und diastolisch 85 mmHg nicht überschreiten. Bei höheren Werten muss über eine Behandlung nachgedacht werden.

Der Blutdruck wird an den Schlagadern, bevorzugt am Oberarm gemessen (Blutdruckmessung).

Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. Ab dem 50. Lebensjahr hat fast jeder Zweite in der Bevölkerung zu hohe Blutdruckwerte.

Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose), Herzinfarkt, Herzschwäche oder Nierenschwäche.

Die Ursache für Bluthochdruck bleibt meistens unklar. Mediziner sprechen dann von “primärer” oder “essentieller” Hypertonie.

Es gibt jedoch eindeutige Risikofaktoren, welche die Entstehung von Bluthochdruck begünstigen. Dazu gehören insbesondere: Familiäre Neigung zu erhöhtem Blutdruck, Übergewicht , Bewegungsmangel, Stress, hoher Salzkonsum.

Überdurchschnittlich oft tritt die primäre Hypertonie in Zusammenhang mit Diabetes (Typ 2), hohen Blutfettwerten und Gicht auf.

Die viel seltenere “sekundäre” Hypertonie ist Folge einer anderen Erkrankung, z. B. bei einem chronische Nierenleiden oder eingeengten Nierenarterien.

Klinische Häufigkeit: **** sehr häufig

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