Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Hyperlipidämie

Hyperlipidämie oder Hyperlipoproteinämie bedeutet, dass die Blutfettwerte erhöht sind. Die wichtigsten Blutfette sind Triglyceride und Cholesterin. Sie sind für den Körper lebenswichtig.

Die Triglyceride (= Neutralfette) stellen die überwiegende Menge der Fette dar, die wir mit pflanzlicher und tierischer Nahrung zu uns nehmen. Sie dienen vor allem als Energieträger für den Stoffwechsel. Das Cholesterin, das sowohl im menschlichen Körper selbst gebildet als auch über die Nahrung aufgenommen wird, ist eine unentbehrliche Bausubstanz für die Körperzellen und für die Bildung von Gallensäure und Hormonen notwendig.

Cholesterin und Triglyceride werden wegen ihrer Wasserunlöslichkeit im Blut an Eiweiß (Protein) gebunden und in Form von so genannten Lipoproteinen transportiert.

Erhöhte Blutfettwerte an sich verursachen keine Beschwerden, es kommt jedoch in einem schleichenden Prozess zu einer Arterienverkalkung durch Fetteinlagerung. Für die Betroffenen steigt das Risiko der Arteriosklerose (Ablagerungen in den Arterienwänden) und Folgeerkrankungen wie koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall. Der Vorbeugung und Behandlung erhöhter Blutfettwerte kommt daher eine wichtige Bedeutung zu.

In den westlichen Industrieländern haben rund zwanzig Prozent der Erwachsenen Probleme mit dem Fettstoffwechsel; ab einem Alter von vierzig Jahren ist sogar die Hälfte der Bevölkerung davon betroffen.

Klinische Häufigkeit: **** sehr häufig

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