Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Herzinfarkt

Bei einem Herzinfarkt (=Myokardinfarkt) stirbt ein Teil des Herzmuskels ab, weil sich ein Herzkranzgefäß akut verschlossen hat. Die häufigste Ursache des Herzinfarktes ist die Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Wenn die Herzkranzgefäßen durch Arteriosklerose verengt sind, spricht man von “Koronarer Herzkrankheit” (KHK).

In den Gefäßablagerungen können sich kleine Risse entwickeln. Geschieht das, bildet sich ein kleines Blutgerinnsel (Thrombus). Durch den Thrombus kann das ohnehin verengte Gefäß komplett verstopfen. Das führt zu einem Herzinfarkt.

Das Herz wird in der Regel von drei großen Blutgefäßen, den Herzkranzgefäßen (Koronararterien), mit Blut und Sauerstoff versorgt. Wird eines dieser Gefäße durch ein Blutgerinnsel verstopft, kann das Blut nicht mehr zirkulieren. Die Sauerstoffzufuhr ist somit unterbrochen, und der von diesem Gefäß versorgte Herzmuskel stirbt ab, wenn es nicht gelingt, innerhalb von wenigen Stunden das verschlossene Gefäß wieder zu eröffnen.

In Deutschland erleiden jährlich mehr als eine halbe Million Menschen einen Herzinfarkt.

Klinische Häufigkeit: **** sehr häufig

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