Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Antithromboemboliestrümpfe

Antithromboemboliestrümpfe (ATS) sind eine Standardmaßnahme zur Thromboseprophylaxe, um einer Venenthrombose vorzubeugen. Fast jeder stationäre Patient im Krankenhaus erhält ATS.

Die Wirkung der ATS besteht in einer Kompression der Beinvenen, wodurch die Blutströmungsgeschwindigkeit zunimmt und die Thromboserate abnimmt.

Die ATS müssen vor der Operation angelegt werden, um der bereits intraoperativ beginnenden Mikrothrombosierung in den Wadenvenen vorzubeugen.

Bei Eingriffen mit geringem Thromboserisiko ist das perioperative Anlegen der ATS für ca. 36 Stunden ausreichend, wenn der Patient dann bereits voll mobilisiert werden kann. Wenn industriell vorgefertigte Größen nicht passen oder schlecht sitzen, muss eine Wickelung des Beines erfolgen.

Antithromboemboliestrümpfe (ATS) sind wesentlich billiger und haben eine deutlich geringere Kompressionswirkung als die Kompressionsstrümpfe, die bei Venenerkrankungen verordnet werden.

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