FAQ – Fragen und Antworten

Fragen zum stationären Krankenhausaufenthalt


Was kostet Fernsehen?

Fernsehen kostet nichts. Alle Zimmer sind mit Fernsehen ausgestattet.

Gibt es Handtücher?

Nein. Regulär gibt es keine Handtücher für Patienten auf Station. Wir haben nur Handtücher für Notfälle. Bitte bringen Sie Ihre eigenen Handtücher mit.

Bekomme ich etwas zu Essen auf Station?

Sie bekommen auch am Aufnahme- und Entlassungstag alle regulären Mahlzeiten, solange Sie sich in stationärer Behandlung befinden.

Wann darf ich nach der OP etwas trinken oder essen?

Das hängt von der Art der Operation ab und davon, wie schnell Sie sich von der Narkose erholen.

Wenn die Bauchhöhle bei der Operation nicht eröffnet wurde, können Sie sofort trinken, wenn Sie wach sind und sich wohl fühlen. Das kann, je nach „Wachheitszustand“, schon 30 bis 60 Minuten nach OP-Ende der Fall sein. Wir bieten deshalb nach kleineren Operationen bereits im Aufwachraum Getränke wie stilles Wasser an. Fragen Sie das Pflegepersonal.

Mit dem Essen warten wir etwas länger als mit dem Trinken. Manchmal verspüren die Patienten nach der Operation Übelkeit oder müssen gar erbrechen. Das liegt daran, dass auch der Magen und der Bauch während der Narkose „geschlafen“ haben. Wenn Erbrochenes in die Luftröhre gelangt, kann eine schwere Lungenentzündung entstehen (Aspirationspneumonie). Diese Gefahr ist bei Essensresten wesentlich größer als bei Wasser oder Tee. Deshalb warten Sie bitte zu Ihrer Sicherheit mit dem ersten Essen, bis Sie komplett wach sind, sich gut fühlen und keinen Brechreiz haben. Bei problemlosem Verlauf können Sie nach etwa 2 Stunden etwas essen.

Anders ist es, wenn der Bauch bei der Operation eröffnet wurde oder am Magen-Darm-Trakt selbst operiert wurde. Da kann es wesentlich länger dauern, bis Ihr Körper eine normale Ernährung verträgt.

Wann findet die OP statt? An welchem Tag? Um welche Uhr?

Bis 14 Uhr wird das OP-Programm für den Folgetag erstellt. Gerne informiert Sie das Pflegepersonal oder der Stationsarzt, wann die Operation bei Ihnen geplant ist.

Wir bitten um Verständnis, dass wir Ihren Wunschtermin nicht immer berücksichtigen können. Für die Reihenfolge der Operationen müssen gewisse Regeln eingehalten werden. So werden Patienten mit Diabetes möglichst gleich morgens operiert, um die Zeit der Nüchternheit kurz zu halten. Patienten mit infizierten Problemwunden müssen aus hygienischen Gründen für das Ende des OP-Programmes geplant werden, weil danach eine zeitaufwändige Desinfektion des OP-Saales erforderlich ist.

Warum werden geplante OPs manchmal verschoben?

Bitte haben Sie Verständnis, wenn eine geplante OP verschoben wird, vielleicht sogar auf einen anderen Tag oder gar auf einen anderen stationären Aufenthalt. Wenn so etwas vorkommt, Sie also vom OP-Programm „abgesetzt“ werden, dann ist das keine Fehlplanung unsererseits. Wir kalkulieren in unsere OP-Planung einen Puffer für Notfälle ein.

Dennoch kann es vorkommen, dass Patienten mit akut bedrohlichen Erkrankungen das gesamte Tagesprogramm umwerfen, weil Sie einer sofortigen ausgedehnten Operation bedürfen. Auch kann eine Operation mal länger dauern als geplant.

Stellen Sie sich vor, Sie wären der Notfall. Oder Sie werden operiert, und die geplante Maßnahme dauert länger, weil Ihre Adern stärker verkalkt sind als die Voruntersuchungen zeigen. Da können wir doch nicht mitten in der Operation aufhören …

Manchmal müssen auch Operationen verschoben werden, weil auf der Intensivstation kein Platz ist für die erforderliche Nachbehandlung. Patienten mit größeren Operationen an den Arterien haben meistens erhebliche Vorerkrankungen (Multimorbidität) und müssen deshalb nach der Operation auf der Intensivstation überwacht werden, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Bei sehr kranken Menschen ist es auch für uns kaum kalkulierbar, wie lange der Frischoperierte braucht, um fit genug für die Verlegung auf Normalstation zu werden.

Wann werden die Fäden gezogen?

Der Zeitpunkt hängt davon ab wie gut die Wunde heilt und in welcher Körperregion sich die Wunde befindet. Wunden in gut durchbluteter Region (z. B. am Hals) heilen schneller als am Bein, insbesondere wenn die Wunde einer dauernden mechanischen Belastung ausgesetzt ist (z. B. am Knie- oder Sprunggelenk).

Nachfolgend einige Beispiele, wann die Fäden bei problemlosem Heilungsverlauf gezogen werden.

  • Wunde am Hals: 6 bis 8 Tage
  • Wunde in der Leiste: 10 bis 14 Tage
  • Wunde am Bauch: 12 bis 14 Tage
  • Wunde am Bein: 14 Tage
  • Wunde in Gelenknähe oder nach Amputation: 14 bis 21 Tage

Ob die Wunde mit Fäden oder Metallclips verschlossen wurde spielt für den Zeitpunkt der Entfernung des Nahtmaterials keine Rolle.

Bei erschwerten Heilungsbedingen (Diabetes mellitus, Zweitoperation an gleicher Stelle) sollte das Nahtmaterial einige Tage länger belassen werden, was für den Patienten keinerlei Nachteile hat.

Wann kommt der Arzt?

Auf den gefäßchirurgischen Stationen findet die ärztliche Visite im Regelfall täglich (außer Sonntag) am Vormittag ab 9 Uhr statt. Gibt es aktuelle Befunde zu besprechen, wird der Stationsarzt oder der zuständige Oberarzt auch außerhalb der Visite zu Ihnen kommen.

Haben Sie oder Ihre Angehörigen das Bedürfnis, darüber hinaus mit einem Arzt zu sprechen, so melden Sie Ihren Wunsch bitte beim Pflegepersonal an. Die Schwestern und Pfleger informieren dann den zuständigen Arzt oder die zuständige Ärztin.

Was muss ich anzahlen?

Grundsätzlich ist bei in Deutschland versicherten Patienten keine Anzahlung erforderlich. Lediglich bei ausländischen Patienten ohne Versicherungsschutz verlangt die Verwaltung eine Vorauszahlung der voraussichtlich anfallenden Kosten.

Was kostet Telefon?

Die Bereitstellung eines Telefons an Ihrem Bett kostet pro Tag 1,50 €.
Pro Tarifeinheit fallen zusätzlich 0,15 € an.
Mehr Infos unter der Rubrik Patienteninformationen.

Wer operiert mich?

Mit der Erstellung des OP-Programmes bis 14 Uhr am Vortag werden auch die Operateure festgelegt. Bei jeder Operation ist mindestens ein Facharzt dabei, meistens sogar ein Oberarzt.

Zum Zeitpunkt der Visite können wir Ihnen oft noch nicht sagen, wer am Folgetag welche Patienten operiert. Wenn Sie am Nachmittag den Stationsarzt ansprechen, wird er Ihnen aber gerne mitteilen, welches ärztliche Team für die Operation bei Ihnen vorgesehen ist.

Darf ich mein Handy benutzen?

Grundsätzlich müssen Handys in Flugzeugen und Krankenhäusern aus Sicherheitsgründen ausgeschaltet sein. Das ist eine überregionale Vorschrift. Die Funksignale vom Handy können sensible elektronische Geräte stören. Dazu gehören z. B. Beatmungsgeräte.

Was muss ich mitbringen für eine stationäre Aufnahme?

Bitte packen Sie bequeme Kleidung, Morgenmantel, Hausschuhe, Waschutensilien und Handtücher ein. Für die Behandlung bitte nicht vergessen: Stationäre Einweisung von Ihrem Hausarzt, Röntgenbilder und Vorbefunde, soweit vorhanden.

Wie lange werde ich krank geschrieben?

Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit (AU) muss bei jedem Patienten individuell festgelegt werden. Dabei sind der individuell ausgeübte Beruf und der Heilungsverlauf im Einzelfall zu berücksichtigen.

Bei gleicher Operation kann ein Straßenarbeiter länger krank geschrieben werden als ein Büroangestellter, der vorwiegend am Schreibtisch sitzt.

Die von uns schriftlich attestierte Arbeitsunfähigkeit beginnt üblicherweise mit dem Tag der stationären Behandlung und endet spätestens eine Woche nach der Entlassung. Ihr Hausarzt kann die Arbeitsunfähigkeit danach problemlos verlängern, wenn es Ihr Gesundheitszustand erfordert.

Was muss ich zuzahlen?

Der bei einer gesetzlichen Krankenkasse versicherte Patient muss bei einer stationären Behandlung pro Kalendertag 10 € an das Krankenhaus zahlen. Der Gesetzgeber hat beschlossen, dass dieses Geld vom Krankenhaus „eingetrieben“ werden muss, um es dann an die Krankenkassen weiter zu leiten.

Die Zahlung kann bei Behandlungsende in der Verwaltung bar oder mit EC-Karte erfolgen, nicht mit Kreditkarte. Sie können das Geld auch überweisen. Einen vorgedruckten Überweisungsträger erhalten Sie bei der stationären Aufnahme.

Die Zahlungsverpflichtung von 10 € pro Tag besteht für maximal 28 Tage pro Jahr. Sollten Sie in einem Kalenderjahr insgesamt länger als 28 Tage im Krankenhaus sein, müssen Sie also 280 € bezahlen. Dabei ist egal, wie sich die 28 Tage auf einen oder mehrere Aufenthalte in einem oder mehreren Krankenhäusern verteilen.

Wenn Sie das Geld nicht aufbringen können, müssen Sie vor (!) einer stationären Behandlung bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung stellen.

Was für ein Zimmer bekomme ich?

Wir haben auf den Gefäßstationen 2a und 3a ausschließlich 2-Bett- und 3-Bett-Zimmer. Alle Zimmer verfügen über einen eigenen Sanitärbereich mit Dusche und haben kostenloses Fernsehen am Bett.

Wenn Sie auf der besser ausgestatteten Wahlleistungsstation 6a liegen möchten, müssen Sie für die Unterbringung in einem 2-Bett-Zimmer pro Tag 56,82 € zuzahlen, für die die Unterbringung in einem 1-Bett-Zimmer pro Tag 106,97 € Mehr Infos unter der Rubrik Patienteninformationen.

Wie lange darf ich vor der Operation essen und trinken?

Bis Mitternacht vor dem OP-Tag dürfen Sie normal essen und trinken. Wer beispielsweise ein Glas Rotwein am Abend gewöhnt ist, braucht darauf auch am Tag vor der Operation nicht zu verzichten.

Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

Das hängt naturgemäß von der Schwere der Erkrankung und der Art der Behandlung ab. Nachfolgend einige Beispiele bei problemlosem Heilungsverlauf.

  • Ballonaufdehnung einer Arterie ohne offene Operation: 2 bis 3 Tage
  • Operation an der Halsschlagader: 1 Woche
  • Operation im Leistenbereich: 7 bis 12 Tage
  • Operation an den Beckenarterien: 10 bis 14 Tage
  • Operation an der Hauptschlagader: 12 bis 21 Tage
  • Operation an den Beinarterien (Bypass): 14 bis 21 Tage

Welche Medikamente muss ich vor der OP absetzen?

Die wichtigsten Medikamente, die vor einer Operation abgesetzt werden müssen, sind Medikamente zur Blutverdünnung und Tabletten gegen Diabetes mellitus. Alle anderen Medikamente sollen weiter eingenommen werden.
Mehr Infos zu den Medikamenten und den Fachbegriffen finden Sie unter der Rubrik Gefäßlexikon von A-Z.

Marcumar®

Marcumar® (Phenprocoumon) ist ein Medikament zur Blutverdünnung (Antikoagulation). Vor Operationen (auch Zahnextraktionen) muss Marcumar® etwa eine Woche zuvor abgesetzt werden. Abhängig von der individuellen Indikation muss in dieser Phase überlappend eine Blutverdünnung mit Heparin erfolgen, welches wesentlich kürzer wirksam und deshalb vor einer Operation besser steuerbar ist. Nach Möglichkeit wird Heparin in dieser Übergangsphase als niedermolekulares Heparin verabreicht, welches einmal pro Tag in das Unterhautfettgewebe (subkutan) gespritzt wird.
Bei Marcumar-Patienten ist vor einer planbaren Operation in jedem (!) Falle eine individuelle Beratung durch den Hausarzt oder Operateur erforderlich.

ASS

Das Medikament Acetylsalicylsäure, abgekürzt „ASS“, hat zwei Hauptwirkungen im Körper. Es mindert das Schmerzempfinden und es verdünnt das Blut. ASS wird unter vielen Handelsnamen verkauft, der bekannteste ist Aspirin®.
Nach Absetzen der ASS-Tabletten dauert es ca. 1 Woche, bis sich die Blutgerinnung normalisiert hat. Deshalb muss die Medikation mit ASS eine Woche vor größeren Operationen beendet werden.

Ausnahmen:

Vor interventionellen Eingriffen an den Arterien mit einem Katheter (Ballondilatation = PTA oder Stent-Implantation) soll ASS weiter eingenommen werden. Bei diesen Eingriffen überwiegt der Vorteil des Präparates (potentielle Verhinderung einer Gerinnselbildung = Thrombose in der aufgedehnten Arterie oder im Stent) den Nachteil (Blutung an der Einstichstelle in der Leiste).

Auch vor einer Operation an der Halsschlagader (Carotis-TEA) soll ASS nicht abgesetzt werden.

Clopidogrel

Das Medikament Clopidogrel verdünnt das Blut, weil es die Verklebung der Blutplättchen (Thrombozyten) hemmt. Clopidogrel ist (ähnlich wie ASS) ein Thrombozytenaggregationshemmer.
Clopidogrel wird unter mehreren Handelsnamen verkauft, insbesondere als Iscover® und Plavix®, ferner von sogenannten Billiganbietern unter anderer Bezeichnung. Nach Absetzen der Clopidogrel-Tabletten dauert es ca. 1 Woche, bis sich die Blutgerinnung normalisiert hat. Deshalb muss die Medikation mit Clopidogrel eine Woche vor größeren Operationen beendet werden.

Ausnahmen:

Vor interventionellen Eingriffen an den Arterien mit einem Katheter (Ballondilatation = PTA oder Stent-Implantation) soll Clopidogrel weiter eingenommen werden. Bei diesen Eingriffen überwiegt der Vorteil des Präparates (potentielle Verhinderung einer Gerinnselbildung = Thrombose in der aufgedehnten Arterie oder im Stent) den Nachteil (Blutung an der Einstichstelle in der Leiste).

Metformin

Die Substanz Metformin wird als Tablette eingenommen (orales Antidiabetikum) und dient zur Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 für Patienten, bei denen allein durch Diät und körperliche Betätigung keine ausreichende Einstellung des Blutzuckerspiegels erreicht wurde.

Die Einnahme von Metformin kann bei diagnostischen Untersuchungen mit Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels oder bei einer Narkose zu leichten oder auch schweren Störungen der Nierenfunktion führen.

Auch wenn diese Komplikation selten ist, muss Metformin zur Sicherheit des Patienten 48 Stunden (besser 3 Tage) vor einer planbaren Operation abgesetzt werden.

Gleiches gilt für Röntgenuntersuchungen, bei denen jodhaltiges Kontrastmittel in ein Blutgefäß injiziert wird.

Metformin muss also mindestens 48 Stunden vor folgenden Röntgenuntersuchungen abgesetzt werden:

  • Angiographie (DSA)
  • Phlebographie
  • Ballondilatation (PTA)
  • Stentimplantation
  • Computertomographie mit Kontrastmittel (Angio-CT, Phlebo-CT)

Wie sind die Besuchszeiten?

Wir haben starre Besuchszeiten abgeschafft. Wir bieten durchgehende Besuchszeiten bis 20 Uhr an und bitten Sie, auf die Mittagsruhe der Patienten von 12 bis 14 Uhr Rücksicht zu nehmen.

Wann ist Duschen erlaubt?

Bei gut heilenden problemlosen Wunden kann man nach 4 Tagen duschen.

Auf einen längeren Wasserkontakt der Wunde (z. B. in der Badewanne) sollten Sie für 14 Tage verzichten, um ein Aufquellen der Wunde mit nachfolgendem Infekt zu vermeiden.


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